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OM - was soll das eigentlich? () | Yoga in Much

OM - was soll das eigentlich?

Nein, das ist keine Dreißig!

Genau diesen Satz mußte ich schon sagen und zwar immer dann, wenn ich das OM Symbol in meinem Unterricht in den Vordergrund rückte.

Gerade für Yogaanfänger oft befremdlich – sowohl das Symbol aber auch der Klang. Auch ich erinnere mich an die anfängliche Befangenheit es zu tönen – singen wäre ja auch wirklich zuviel gesagt – und begrifflich kam es mir so gar nicht nahe.

Doch wofür steht dieses schön geschwungene Symbol eigentlich?

Bei meiner damaligen Recherche, wie auch in all den Jahren später, sind mir verschiedene Interpretationen begegnet, aber einiges umfassen sie doch alle.

OM – eigentlich AUM, natürlich aus dem alt indischen Sanskrit, gilt im Hinduismus wie auch im Buddhismus als heilige Silbe. Ja, es ist ein eigenes Mantra, ein Mul Mantra. Mul steht für grundlegend, ein Ur – Mantra.

Diese Silbe ist die Manifestation der spirituellen Urkraft. Sie soll den Urklang des Universums, des göttlichen Seins darstellen. OM ist die Einheit von allem. Getrenntheit ist Illusion, es vereint alles was ist – Tier, Natur, Mensch....

Rein physiologisch bringt das Tönen unseren Körper in Schwingungen. Wir bestehen zu einem hohen Prozentsatz aus Wasser, dass Schwingungen leicht aufnimmt und leitet. Wer schon einmal den Klang mehrmals getönt hat, besonders innerhalb einer Gruppe, hat dieses wohltuende Gefühl sicher bemerkt. Die Resonanz des Klanges soll bis in die Mitte des eigenen, tiefen Seins vordringen und Körper, Geist und Seele in Einklang bringen.

Ebenfalls ganz unesoterisch betrachtet, unterstützt das Tönen unsere Atmung. Unsere Kehle wird frei und ebenso unser Geist. Das ständige Wiederholen lässt uns in den Klang fallen, ganz sicher und frei. Jeder hat schon mal seinen Lieblingssong mitgesungen und gute Laune bekommen. Nichts anderes geschieht hier auch.

Solltest du dich also mal auf der Matte finden mit dem fiesen Gefühl „Singen zu müssen“ - versuch´s doch mal. Denn auch hier gilt wie im Rest der Yoga Stunde: Nur der Part auf deiner Matte zählt, was rechts und links geschieht, ist für dich jetzt egal. Gib dich hin und genieße mit voller Achtsamkeit, was dann mit dir geschehen kann.

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