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Eine Yogini in Urlaub () | Yoga in Much

Eine Yogini in Urlaub

Wenn einer eine Reise tut… Ich habe es wieder getan. 10 Tage im wunderbaren Griechenland mit meinem Mann. Ein wunderbarer Ort, nur Ruhe, Essen, Meer und ein paar nette Menschen aber nicht zu viele! Das war unser Anspruch und der wurde auch bestens erfüllt. In dieser Ruhe kam für mich auch die Frage auf, was erwarte ich hier? Brauche ich Urlaub von meinem Berufsleben? Mache ich dann nicht etwas falsch? Ich habe doch nicht den Job sausen lassen um wieder in diesem allgemein bekannten Laufrad zu landen, arbeiten gehen damit man sich den Urlaub leisten kann um sich von der Arbeit zu erholen.

Es geht um Zeit, endlich mal Zeit nur mit meinem Mann, wieder nur Paar sein. Gar nicht so einfach — nach ein paar Tagen sind sie da, die nervigen Seiten des Liebsten. Schön, wenn sich aber auch wieder andere, liebevolle Seiten zeigen für die zu Hause nicht immer so Zeit ist oder sie einfach im Alltag untergehen. Es gibt so viel Ablenkung im Alltag — hier nicht! Also, Herz auf!

Es geht um Zeit für Neues! Neue Eindrücke, neue Werte, neues Befinden, neue Menschen… Ich brauche gerade in den ersten Tagen Yoga um anzukommen. Mir ist immer alles erstmal zuviel, ich muss all diese neuen Eindrücke für mich filtern — das dauert. Also wird immer zuerst ein Plätzchen gesucht und am ersten Morgen ausprobiert — diesmal war der erste Platz suboptimal, den Frühschwimmern lag ich im Weg. Nun gut, so lernt man sich eben auch kennen. Ein wenig nur bei mir sein, sich wieder sammeln, ein paar Sonnengrüße um den Bewegungsmangel wegzuscheuchen und der Tag startet einfach aufgeräumter.

Es geht mir aber vor allem um Zeit in totaler Absichtslosigkeit! Zu Hause gibts immer Termine, etwas zu tun, Alltag eben. Im Urlaub muss ich gar nichts! Ich möchte um 9 Uhr frühstücken und das 2 Stunden lang, egal. Danach noch einen Kaffee in der Sonne mit ein paar netten Gesprächen oder alleine auf´s Meer schauend, egal. Und wenn ich dann den ganzen Tag am Strand liegen möchte, ein Hörbuch komplett durchhöre und abends glücklich unter der Dusche stehe, dann habe ich alles richtig gemacht. Es gibt nichts zu tun! Alles ist gut, so wie es jetzt gerade ist! Habe ich alle 2 Stunden eine neue Idee etwas zu tun, dann mache ich das auch. Es ist endlich mal für alles, was kommt, Zeit da! Ein Tag wird nicht bewertet, nur gelebt. Mein wichtigstes Erleben in diesem Urlaub.

Das ist leider nicht immer im Alltag möglich. Selbst an Wochenenden sind wir oft fremdbestimmt, das ist nicht schlimm oder muss geändert werden. Ich muss mit meinem Hund gehen, einkaufen ist auch mal nötig und meine beruflichen Termine liegen mir am Herzen. Aber im Urlaub sollten wir doch alle mal das Planen vergessen und wieder nur spüren, was wir gerade möchten und brauchen. Das verliert sich doch in unserem Alltag. Wir planen den Saunatag, der uns Entspannung bringen soll und wenn ich dann doch gerade keine Lust auf Sauna habe? In den Tag hineinleben, das habe ich mir jedenfalls für meine Wochenenden wieder mehr vorgenommen und in diesem Sinne wünsche ich euch Zeit um absichtslos zu spüren, was ihr gerade so braucht und wenn das Nichts ist, das Nichts nicht mit zielführenden Dingen zu füllen.

Gebt euch hin und genießt es!

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