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Die wunderbare Welt der Monotonie () | Yoga in Much

Die wunderbare Welt der Monotonie

Monotonie laut wikipedia einförmig, langweilig, stumpfsinnig, öde, ermüdend.

Ermüdend … gar nicht so schlecht. Wenn wir müde werden, lässt auch unser Muskeltonus nach. Wir entspannen! Die Gesichtszüge werden weicher, Nacken und Schultern können entspannen. Wir können nicht mehr mit unserer ganzen Aufmerksamkeit im Außen sein – Alltag setzt aus. Alles relativiert sich.

Warum ich darüber schreibe? Weil ich immer wieder mal eine Routine nutze, die bei meinen Schülern dazu führt, das Gefühl von Langeweile zu bemerken. Wochenlang die Stunde gleich zu beginnen, simple, einfache Bewegungsabfolgen, leichte Asanas zu nutzen, hat nichts mit Faulheit meinerseits zu tun. Obgleich ich wirklich gerne faul bin, ist es für mich oft auch eine Herausforderung standhaft zu bleiben. Ich spüre den Unmut, die Langeweile und höre fast die Unmutsbezeugungen – nicht schön.

Aber dann, bei dem ein oder anderen merkt man es, wenn sich der Haken löst. Er lässt sich fallen, nimmt hin und fließt locker und oft genießerisch durch die Routine. Jetzt macht es Sinn.

Genau darum geht es: Du kennst meine Worte, meine Stimme, wann ich sie hebe, wann auch sie nur zum entspannten Fließen einlädt. Und du weißt, was kommt. In aller Sicherheit und Geborgenheit kannst du dich hingeben. Dein Körper geht mit schlafwandlerischer Sicherheit in die Bewegung und so kannst du entspannen und dich auf alles weitere vorbereiten.

Monotonie, Langeweile, Öde sind auch wunderbare Wegbereiter zu uns selbst – nehmen wir uns nur die Zeit, sie als willkommenen Zeitgewinn anzusehen. Dazu möchte ich dich einladen. Und auch der Weg dahin, manchmal über den Kopf, das Verstehen, für andere über das Bauchgefühl, ist ein Stück Yoga. Hingabe, Annehmen, anders hinschauen — den offenen Geist schulen. Und so können wir Monotonie mit Kreativität füllen! 

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